Wir sind angekommen

Donnerstag, 19.08.2010, gegen 12:40: ein letzter Blick zurück auf die winkenden Eltern und dann gehen wir durch den Sicherheitscheck am Flughafen Düsseldorf. Es folgt ein anstrengender 10-Stunden-Flug bis Miami. Dort kommen wir gegen 18:00 Ortszeit an – der Versuch bis 3:00 (unsere Eincheck-Zeit) zu schlafen funktioniert bei manchen, bei mir leider nicht. Nach dem Einchecken konnte ich dann doch noch eine Stunde schlafen.

Der Flug von Miami nach Managua dauerte 2½ Stunden und war super. Wir konnten so viel frühstücken, wie wir wollten, und der Sonnenaufgang auf meiner Fensterseite sorgte für wunderschöne Eindrücke. Beim Überfliegen konnte man sehr gut sehen, wie grün das ganze Land ist.

Am Flughafen wurden wir von unseren Vorgängern Rolf und Miriam abgeholt. Mit einem normalen Linienbus ging es erst bis Tipi Tapa und dann nach Masaya zur der WG in der wir noch bis Dienstag bleiben. Auf dem Weg erlebten wir, wie die Einheimischen auf große Gruppen cheles (deutsch: Weiße) reagieren: Wir wurden von überall angestarrt und uns wurde ständig hinterhergepfiffen.

In der Masaya-WG wurde wir dann von den übrigen Vorgängern begrüßt und konnten noch einmal frühstücken. Dann ging es zum Markt, einem Riesending, auf dem wir uns erst einmal Hängematten gekauft haben. Der Markt ist ziemlich beeindruckend. Einmal ist er ziemlich groß, fast überall überdacht, die Gänge sind relativ eng und es gibt einfach alles. Von Früchten und Gemüse über Kleidung, Uhren, Stühle, Matratzen bis hin zum Fleisch und Fisch.

Am Samstag gab es von Michael Huhn, einem deutschen Abfallwirtschaftler, der seit ein paar Jahren in Masaya arbeitet, einen Vortrag zum Thema „Müll in Nicaragua“ und anschließend eine Besichtigung der Mülldeponie. Danach mussten wir in WG-Gruppen eine Stadtrallye mit verschiedenen Fragen, Orten und Aktivitäten machen, etwa die Standardschritte von Marimba lernen, die Nationalblume Nicaraguas herausfinden oder den besten Fresco der Stadt finden ( Fresco sind Erfrischungsgetränke, die auf Wasser, Zucker und unterschiedlichen Zutaten (Rote Beete, Pataya (eine Frucht), Ingwer, …) gemischt und überall in kleinen Plastiktüten verkauft werden). Wir haben außerdem festgestellt, wie viele Straßenhunde es hier überall gibt.

Sonntagvormittag wurde mit uns in kleinen Gruppen noch mal das Thema Gefahren, mit den Unterthemen „Tiere“, „Krankheiten“, „Unfälle“ und „Überfälle“, besprochen – die Vorgänger haben von ihren Erfahrungen berichtet und uns empfohlen, was wir in verschiedenen Fällen machen sollen. Danach waren wir noch einmal auf dem Markt einerseits um für das Abendessen einzukaufen, das wir Neu-Freiwillige den Vorgängern zubereiten sollten und andererseits um einfach noch einmal etwas zu gucken.

Montagmorgen sind wir dann zur Laguna de Apollo gefahren, einem Vulkan-Krater-See in dem es zum Teil heiße Quellen gibt. Dort haben wir dann den Tag verbracht, sind schwimmen gegangen und haben einfach den Tag genossen. Nach der Übernachtung an der Lagune ging es Dienstagmorgen zurück, um dann Mittags mit dem Expressbus (um 16:45 ab Managua) nach Nueva Guinea zu fahren. Nach der Ankunft um 21:45 gab es eine kurze WG-Besichtigung, ein kleines Abendessen und die Zimmerverteilung. Danach gingen wir schlafen.

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Eine ganze Menge Aktionen

Jetzt finde ich endlich wieder einmal Zeit um über eine ganze Menge an Aktionen der letzten Wochen zu berichten.

Am 23. und 24. Juni waren wir mit mehreren Freiwilligen in Köln und haben dort das Männerballett aufgeführt um Spenden zu sammeln.

Am 25. Juni war meine Abitur-Entlassung. Die Kollekte aus dem Gottesdienst geht zu einem Drittel zur Unterstützung der Weltweite Initiative. Ich werde das Geld aber direkt an die Schule spenden, in der ich arbeiten werde. Mehr dazu in einem nächsten Post.

Am 27. Juni hatten wir dann unseren Abi-Ball. An diesem durfte ich mein Projekt kurz vorstellen und ebenfalls Spenden sammeln.

Beim ökumenischen Gemeindefest am 11. Juli durfte ich mich einklinken und habe einen Bücherverkauf durchgeführt. Dafür habe ich vorher alte Bücher gesammelt und diese dann verkauft. Den Erlös habe ich dann an die Initiative gespendet.

Zu guter Letzt waren wir am 17. Juli bei Bochum Total und haben dort Melonen gegen Spenden verschenkt. Eine Aktion, die leider nicht so erfolgreich war. Dafür war unser Melonenverkauf am 18. Juli auf der stillgelegten A40 in Essen ein großer Erfolg. 12 Melonen haben wir in 6 Stunden an den Mann gebracht.

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Ländervortreffen

Von Freitag, den 18., bis Sonntag, den 20. Juni, fand unser Nicaragua-Ländertreffen in Weilmünster im Gemeindehaus statt.

IMG_1591 Der Zweck des Ländervortreffens ist es, sich innerhalb der Ländergruppe und der WG näher kennen zu lernen und auch einige länderspezifische Dinge zu besprechen.

So haben wir damit begonnen, einen „Unterstützungskatalog“ zu entwerfen, der uns helfen soll unsere Pflichten gegenüber der Weltweiten Initiative während des Jahres, etwa Erfahrungsberichte schreiben, regelmäßig mit den Betreuern kommunizieren oder kleinere Zusatzaufgaben erledigen, zu schaffen. Außerdem haben wir uns viel Zeit genommen, von sich zu erzählen um sich näher kennen zu lernen. Dabei war es bewundernswert, wie offen alle waren und Dinge erzählt haben, die sie vielleicht sonst niemanden erzählen würden. Aus diesem Grund kann man auch sagen, dass der Gruppenzusammenhalt innerhalb unseres Länderteams sehr groß ist, ein Fakt der uns alle sehr freut.

IMG_1533 Auch praktische Dinge standen auf dem Plan, etwa eine Packliste oder der Umgang mit der Hitze und Feuchtigkeit, die uns in Nicaragua erwarten wird.

Ich möchte mich bei all meinen Mitfreiwilligen und besonders bei unseren Länderkoordinatoren Kristina, Doro und Simon bedanken, die alle dafür gesorgt haben, dass wir ein tolles Wochenende zusammen erleben konnten.

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